NK Networks & Services unterstützt Fernsehsender mit konvergenten Netzen

Das Zweite Deutsche Fernsehen sammelt Erfahrungen mit der Sprachübertragung über Datennetze. Am weitesten fortgeschritten ist der Einsatz dieser Technologie bei den „fliegenden Netzen“, die im Rahmen von Großveranstaltungen aufgebaut werden. Statt wie bisher jeweils ein getrenntes Netzwerk für die Datenkommunikation und die Telefonie zu installieren, reicht nun eine gemeinsame Infrastruktur aus. Der Kölner Full-Service-Provider NK Networks & Services unterstützt den Fernsehsender bei seinem Weg in diese neue Welt der Konvergenz.

„Früher haben wir bei Großereignissen zusätzlich zum Datennetz noch eine extra Telekommunikationsinfrastruktur aufbauen müssen“, berichtet Uwe Metzroth, Leiter des Netzwerkteams beim ZDF. Über diese gemietete Telefonanlage konnten die Mitarbeiter bei Veranstaltungen wie „Wetten, dass...?", der CeBIT in Hannover oder bei Fußball-Live-Übertragungen von ihrem zeitweiligen Arbeitsplatz aus telefonieren. Doch seit mehr als einem Jahr gehört dieser doppelte Zeit- und Kostenaufwand der Vergangenheit an: Mit Hilfe der Sprachübertragung per Internet-Protokoll – kurz „Voice over IP“ (VoIP) – muss heute nur noch ein einziges Kabel verlegt werden: Die „fliegenden Netze“ auf den Großveranstaltungen dienen dabei sowohl der Daten- wie auch der Sprachübertragung.

Neben dem verringerten Installations- und Wartungsaufwand schlägt vor allem die Kostenreduzierung bei der Übertragung positiv zu Buche. Insbesondere die häufigen Telefonate mit der Sendezentrale in Mainz sind nun völlig gebührenfrei, da sie komplett über die ohnehin existierende Dateninfrastruktur abgewickelt werden. Und da das lokale Netz am Veranstaltungsort auch an das örtliche Telefonnetz angekoppelt ist, sind darüber auch „ganz normale“ Orts- und Ferngespräche möglich. Gleiches gilt für die Dateninfrastruktur in der ZDF-Zentrale: IP-Telefonate – egal ob sie aus dem Datennetz in Mainz oder aus dem „fliegenden Netz“ bei einer Großveranstaltung kommen – können über die Telefonanlage in das öffentliche Telefonnetz weitergeleitet werden.

Auch in den Auslandsstudios des Zweiten Deutschen Fernsehens gibt es inzwischen umfassende praktische Erfahrungen mit der Sprachkommunikation über die Datennetze. So sind in den Büros in Tokio, Tel Aviv, Moskau, Warschau, Rom, London, Wien, Washington, New York und Brüssel jeweils ein bis zwei IP-Telefone installiert. „Diese bieten Leistungsmerkmale, die weitgehend denen eines handelsüblichen ISDN-Komforttelefons entsprechen, wie zum Beispiel Rufweiterleitung, Konferenzschaltungen oder Anzeige der Rufnummer des Anrufers“, sagt Stephan Bahl, Systemberater bei NK Networks & Services. Die dafür notwendigen Investitionen haben sich schnell bezahlt gemacht, denn die Telefonate zwischen den Auslandsstudios und mit der Mainzer Sendezentrale können nun über das IP-Phone gebührenfrei abgewickelt werden. Dadurch konnte alleine das ZDF-Studio in Tel Aviv damit seine Telefongebühren insgesamt um rund 40 Prozent senken.

[Stand 15.10.03]