Was ist von Mobile Shopping zu erwarten?
Auf dem Weg nach Hause noch rasch per Handy Kinokarten für den Abend kaufen oder ein kleines Geschenk fürs Kind bestellen: Mit der zunehmenden Verbreitung von Smartphones könnte der mobile Einkauf sich flächendeckend durchsetzen. Was dafür notwendig ist, untersuchte die Unternehmensberatung Mücke, Sturm & Company.
Wenn sich Mobile Shopping als Massentrend etabliert, könnten im Jahr 2014 Umsätze von bis zu 1,8 Milliarden Euro damit erzielt werden, rechnen die Consultants vor. Für die nächsten fünf Jahre geben sie in Abhängigkeit von den Marktbedingungen drei verschiedene Wachstumsprognosen ab.
Sollte das Handyshopping nur in geringem Maße akzeptiert werden, würde lediglich der steigende Anteil von Smartphones auf dem Handymarkt dafür sorgen, dass der Bereich mobile Shopping wächst. So soll es im Jahr 2014 rund 25 Millionen Smartphonebesitzer geben, von denen 20 Prozent vom mobilen Shopping Gebrauch machen. Bei einem durchschnittlichen Jahresumsatz von 60 Euro pro Kopf ergäbe sich ein Marktvolumen von rund 300 Millionen Euro.
Würden hingegen die Hälfte aller Smartphonebesitzer mobil einkaufen und dabei einen Jahresumsatz von 70 Euro pro Kopf erzielen, so läge das Marktvolumen bei 920 Millionen Euro. Sollten sogar 80 Prozent der Smartphonenutzer das Gerät auch für mobile Einkäufe nutzen, ergäbe sich sogar ein Marktvolumen von 1,8 Milliarden Euro. Dabei gehen die Unternehmensberater von einem Jahresumsatz von 90 Euro pro Kopf aus.
Die bisherigen Versuche die bestehenden Geschäftsmodelle eins zu eins auf dem Smartphone abzubilden, sei dabei keine Lösung. Vielmehr müssen neue Use Cases entwickelt werden, um die Nutzungserlebnisse der mobilen Situation anzupassen. Prinzipiell müsste zudem verstärkt in den Faktor Vertrauen investiert werden, um die Kundenakzeptanz zu steigern.
Eine gemeinsame Initiative von Banken, Handyherstellern, Mobilfunkprovidern und dem Einzelhandel könnte durch den Ausbau einer Near-Field-Communication-Technologie (NFC) insbesondere im Bereich der Bezahllösungen deutlich zum Wachstum des Mobile Shoppings beitragen. Gegenwärtig werden verschiedene NFC-Lösungen in Deutschland unter anderem von der Deutschen Bahn und dem Verkehrsverbund Rhein-Main getestet.
